Ortsplanung Appenzell

Die nahezu verkehrsfrei Hauptgasse (1993)

Streubauweise prägt in Appenzell das Landschaftsbild. Deshalb war es nicht einfach, Verständnis für die Trennung von Baugebiet und Kulturland, für den ersten, in Appenzell im Jahr 1972 erlassenen Zonenplan zu schaffen. Dieser wurde, weil das Dorf Appenzell im Grenzbereich der Bezirke Appenzell, Rüte und Schwende liegt, durch die Feuerschaugemeinde erarbeitet und erlassen. Wichtig war die Erhaltung des Dorfkerns mit der Hauptgasse als zentralem Bereich. Diese vom Verkehr zu entlasten, wurde jedoch erst 1992 möglich.

In 25 Jahren planerischer Tätigkeit auch in den Bezirken Appenzell, Rüte, Schwende und Gonten habe ich Appenzell Inner Rhoden kennen, schätzen und hochachten gelernt. Die Landsgemeinde ist nicht Folklore, sondern lebendige und nicht zuletzt effiziente Demokratie. Die politisch und verwaltungsmässig vielfältige Gliederung mag komplizert erscheinen, ist aber die Grundlage für eine starke Einbindung der Bevölkerung ins Gemeinwesen, verbunden mit viel ehrenamtlicher Milizarbeit.

Als Voraussetzung für den ersten Zonenplan wurden die Grenzen der Feuerschaugemeinde angepasst

Landsgemeindeplatz: Konzeptidee für die Umgestaltung mit besserer Platzwirkung.

Das Rathaus, dessen Erdgeschoss
nicht verkehrsfrei werden durfte.

Konzeptvariante für eine Hauptgasse ohne Autoverkehr: nicht vollständig realisiert.